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Tennisellenbogen, Epicondylitis humeri radialis

V. i. S. d. P.:
Dr. med. Thomas Braun B. AC.
Sportarzt, ehem. Nationalmannschaftsarzt und Seminarleiter der Bayerischen Sportärzteverbandes
Tel.: 09976/1206
D-92444 Rötz, Praxisklinik (D-Arzt)

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Der Tennisellenbogen, oder korrekt medizinisch als «Epicondylitis humeri radialis» bezeichnet entsteht bei einseitiger / übermäßiger Belastung des Muskulus brachioradialis. Das kann Ungeübten beim Verputzen von Wänden, oder eben auch bei Tennisspielen passieren. Immer dann also, wenn die Bewegung des Armes eines beschleunigte Außenrotation ist, das biomechanische Bewegungsmuster jedoch vornehmlich diesen einen Muskel belastet (und nicht die eigentlich relevante Muskelkette). Typisches Zeichen dafür ist ein deutlich adduzierter Oberarm während der Ausführung der Außenrotation.
<br><small>Ob dieser unglückliche (KI-generierte) Tennisspieler mit seiner Rückhand den Ball noch erreicht, wissen wir nicht - was wir aber sehen sind der Muskulus brachioradialis (Pfeil) und die typische Außenrotationsbewegung.</small>


Ob dieser unglückliche (KI-generierte) Tennisspieler mit seiner Rückhand den Ball noch erreicht, wissen wir nicht - was wir aber sehen sind der Muskulus brachioradialis (Pfeil) und die typische Außenrotationsbewegung.

Entzündung?

Gerne wird dabei der Begriff «Entzündung» der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens (englisch: Inflammation of the tendons on the outside of the elbow.) verwendet! Der Begriff Entzündung ist dabei letztlich irreführend, zudem wird er in der angelsächsischen Literatur anders verwendet, das in der deutschen. Es handelt sich dabei eben nicht um eine klassische Entzündung, sondern um einen muskuloskelettalen Reizzustand, bei dem nur ähnliche pathophysiologische Prozesse ablaufen. Dadurch entsteht bei der Bewegung ein Schmerz und der Körper schützt so den Muskel gegen weitere Überlastung.

Therapie

Die Therapie zielt darauf ab, diesen Zustand der Überreizung durch einseitige Überlastung zu vermindern. Neben einer Schonung können zahrreiche Maßnahmen, besonders eine Optimierung des Bewegungsablaufes zusammen mit Akupunktur, aber auch Krankengymnastik, manuelle Medizin und homöopathische Mittel zielführend sein. Schmerzmittel (beispielsweise nicht-steroidale Antirheumatika) sind mir Vorsicht einzusetzen, reduzieren sie doch das allgemeine Schmerzniveau, weshalb dann der Muskulus brachioradialis wieder vermehrt belastet wird und sich so sogar eine Verschlimmerung einstellen kann. Operative Maßnahmen sind glücklicherweise nach meiner Erfahrung so gut wie nie zwingend nötig.

Warum ist ein Tennisellenbogen oft hartäckig?

Meiner Erfahrung nach hängt das damit zusammen, daß immer wieder gewöhnliche Alltagsbewegungen den Muskulus brachioradialis fordern. Ziehen Sie beispielsweise im Auto den Sicherheitsgurt nach vorne, so ist das eine klassische Bewegung die den Muskel benutzt, naja und so mancher Gurt hakt gelegentlich. Die Bewegung ist zwar nicht so kraftvoll wie eine Rückhand beim Tennis, aber dennoch fließend und kontinuierlich. Hakt nun der Gurt, so wird der Muskel plötzlich und unerwartet in seiner bis zu diesem Zeitpunkt isotonischen Kontraktion blockiert und der Tennisarm meldet sich wieder zurück, obwohl Sie eigentlich schon nicht mehr dran dachten.
Einfache Sprache - Kinderleicht

Wenn Du einen Sport lernst, dann nimm an was Dein Trainer Dir sagt. Wenn Du mit Tennis beginnst, dann mußt Du noch lernen, wie man an besten mit dem Schläger umgeht. Wenn also der Ball kommt und Du ihn mit der Rückhand (den Begriff hast Du sicher schon gehört) schlägst, dann darfst Du den Arm nicht am Oberkörper haben. Der Schlag wird sonst zu schwach sein und gleichzeitig nicht alle Muskeln fordern, die Dir zur Verfügung stehen - und noch dazu fordert er besonders einen einzigen Muskel, der dafür zuständig ist, den Arm nach außen zu drehen.

Das überfordert den Muskel und Du bekommst so etwas wie einen übergroßen Muskelkater. Nun tut Dir jede Bewegung, bei dem Du diesen speziellen Muskel brauchst weh.

Was machst Du jetzt? Du gehst zu Deinem Doktor und läßt Dich anschauen und behandeln. Und Du gehst zu Deinem Trainer und fragst, was Du falsch machst. Dein Trainer wird Dir die richtige Bewegung erklären, die Du dann fleißig üben mußt.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über ein Gesundheitsthema, nicht der Beratung im Falle individueller Anliegen. Diese Informationen sind nicht als Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen oder Selbstdiagnosen vorgesehen. Der Autor geht davon aus, daß bei gesundheitlichen Beschwerden ein Arzt konsultiert wird und Medikamente nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden. Nur eine individuelle Untersuchung kann zu einer Diagnose und Therapieentscheidung führen. Medikamente werden - sofern möglich - so allgemein und umgangssprachlich wie möglich beschrieben, die Nennung von Wirkstoffnamen ist keine Werbung für ein Präparat, sondern dient nur der allgemeinen Verständlichkeit. Der Artikel ist keinerlei Heilversprechen. Siehe auch (Hinweis_Gesundheitsthemen)
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Deutschsprachiges Lexikon Integrative Medizin / Akupunktur /TCM, Moxibustion
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