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sportmedizin.org - zuverlässige Information rund um die Sportmedizin seit 8. April 2002: Ringerohr, Blumenkohlohr, engl.: Cauliflower Ear |
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Ringerohr (Blumenkohlohr) ist eine Verformung der Ohrmuschel, die durch wiederholte Traumatisierung der Ohrmuschel zustande kommt. Der Grund sind wiederholte Einblutungen zwischen dem Knorpel der Ohrmuschel und der Knorpelhaut.
Wiederholen sich Traumata (z. B. Schläge oder Reibung ) oft jahrelang so führen sie immer wieder zu Blutergüssen an der Ohrmuschel (Othämatom). Diese liegen typischerweise zwischen dem Knorpel der Ohrmuschel und der Knorpelhaut. Letztlich führt das dann zur Bildung von hartem Narbengewebe zwischen dem Knorpel der Ohrmuschel und der Haut, oder auch zu neuem Knorpelgewebe. Das Ringerohr entsteht also durch Traumata (Quetschung und Torquierung der Ohrmuschel), wie sie beim Ringen, Boxen oder Judo regelhaft vorkommen. Epidemiologische Daten zu Blumenkohlohrdeformitäten im Judo zeigten Ohrdeformitäten bei 55,5 % der Judoka[1] und von 44% bei Ringern.[2] UrsacheScher-, Druck- und Abriebkräfte verletzen die Ohrmuscheln, die anatomische gesehen vorstehen und ungeschüt sind. Auch bei einmaligem Trauma tritt ein Othämatom auf. Dieses entsteht zwischen dem Perichondrium und dem Ohrknorpel und unterbricht dessen Blutversorgung. Unbehandelt verursacht dieser Zustand fibrotische Veränderungen und eine posttraumatische Verdickung der Ohrmuschel. Die Transformationsphase des subperichondralen Hämatoms aufgrund der Migration von Chondroblasten in das neu gebildete, reife Knorpelgewebe dauert etwa einen Monat.[1]Othämatom Definition: Blut oder Flüssigkeit trennen die Knorpelhaut vom Knorpel. Der Knorpel wird dadurch nicht nur geschädigt, sondern kann auch nicht mehr ausreichend ernährt werden. SymptomeDas klinische Bild dieses Prozesses ist das sogenannte Blumenkohlohr, das auch als Ringerohr bekannt ist. Das Blumenkohlohr kann mit chronischen Schmerzen, Beschwerden und sogar Hörbeeinträchtigungen bei den Sportlern einhergehen.[1] Bleibt das Othämatom unbehandelt, so entsteht festes Ersatzgewebe. Dieses führt dazu, daß das Ohr, zumal wenn das Othämatom wiederholt auftritt und in vielen Fällen nicht oder unzureichend behandelt wird[2], sich verformt und dann dauerhaft dick und unregelmäßig bleibt.BehandlungDas Hämaton sollte so bald wie möglich entlastet werden (Arzt), weil ansonsten Knorpel abstirbt und sich das Ohr verformt. Da die Deformierung ungleichmäßig, uneben und knotig ist, entstand auch die Bezeichnung Blumenkohlohr.Nach einem entsprechenden Unfallereignis sollte daher (möglichst rasch) ein Druckverband angelegt werden, der verhindert, daß sich immer mehr Blut ansammelt und zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Zur Nachsorge nach Entlastung eines Hämatoms können auch entsprechende homöopathische Präparate eingesetzt werden. Präventiv stehen den Sportlern spezielle Ohrschützer zur Verfügung, die helfen, die Verletzung zu vermeiden. Literatur1) Nitsch A, Marx H, Fischer CS, Bakir S, Ekkernkamp A, Wassilew GI, Haralambiev L. Prevalence of cauliflower ear in high level judoka. Sci Rep. 2023 Oct 13;13(1):17351. doi: 10.1038/s41598-023-42635-8. PMID: 37833272; PMCID: PMC10575860. 2) Kordi R, Mansournia MA, Nourian RA, Wallace WA. Cauliflower Ear and Skin Infections among Wrestlers in Tehran. J Sports Sci Med. 2007 Oct 1;6(CSSI-2):39-44. PMID: 24198702; PMCID: PMC3809051. |
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